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Motion «Stressfreie Innerstadt – für alle»

Am 13. August reichte Beat Leuthard eine Motion für ein neues Verkehrskonzept ein. Ohne Doppelhaltestellen und ohne Tram-/Velo-Konflikte – dank cleveren Verkehrsmassnahmen.

Gern kritisiert man die Tramdichte in der Innenstadt-Talsohle. Aber niemand will «die eigene» Tramlinie hergeben. Objektiv gesehen erbringen die 6½ Linien heute wirtschaftlich hoch erwünschte Zubringer- und Abtransportdienste für sämtliche Bevölkerungsteile inklusive jenen, die kein Velo nutzen können.

Nun ergibt sich aber eine «Win-win-Situation», wenn man 2½ Tramlinien aus der Innerstadt-Kernzone nimmt und mit relativ wenig Aufwand in intelligente neue Linienführungen und Schienenverbindungen investiert:

  • Das entlastet die Innerstadt, den Märt, die Postkurve und den Barfi.
  • Das hilft den Innerstadt-Geschäften.
  • Das beseitigt die gefürchteten Doppelhaltestellen am Märt und am Barfi.
  • Das entschärft den Stress zwischen Velo und Fussverkehr am Tramhalt Schifflände/Mittlere Brücke.
  • Das schafft ein Nebeneinander von Velo, Herbschtmäss und dem neuen Tramgleis im Petersgraben.

Das geht so: Ab Theater fährt Tram 16 neu via Barfi (Kohlenberg) zum Oberen Spalenberg (Lyss). Von dort via Petersgraben hinab zum Blumenrain und zur Schifflände. Der neue 16er «kostet» nur 1 Minute mehr Fahrzeit.

An der Schifflände bleibt man im Tram 16 sitzen für ins Kleinbasel. Das heutige Wenden mitten im Zentrum/ Schifflände macht betriebswirtschaftlich keinen Sinn, schafft unnötige Kosten und irritiert die Fahrgäste.

Im Kleinbasel wird Tram 16 zu Tram 15 und führt via Wettsteinbrücke zurück ins Grossbasel.  So stärkt Tram 15 die Achse Messeplatz - Wettsteinplatz – Bankverein neu in beide Richtungen. Dies entlastet die Innerstadt-Kernzone, wo schon heute parallel zu Tram 15 zwei grosse Linien (14 und 8) mit genügend Kapazitäten fahren.

Die Verstärkungslinie 17 schliesslich lässt sich in Absprache mit den BLT direkt über die Wettsteinbrücke oder via Bankverein nach Reinach-Süd führen.

 

Die Unterzeichnenden beauftragen die Regierung, die Innerstadt-Kernzone um 2½ Tramlinien zu entlasten. Dies soll in Ergänzung zu «Tramnetz 2020»/«Tramnetz 2035» und zeitlich vorgezogen durch folgende Tramnetz-Optimierungsmassnahmen unverzögert geplant und umgesetzt werden:

A. Bauliche Massnahmen.

1.      Märtplatz: Rückbau Doppelhaltestelle zu Einfach-Haltestelle (mehr Raum für alle!)

2.      Barfi: Rückbau Doppelhaltestelle zu Einfach-Haltestelle (in alter oder neuer Lage!)

3.      Oberer Petersgraben: Schienen-Neulegung in Seitenlage (störungsfreie Herbschtmäss!)

4.      Unterer Petersgraben: Schienen-Neulegung in Mittellage (separate Velo-Fahrspur!)

5.      Schifflände: Seitenlage an heutiger Trottoir-/Buskante (Entflechtung Velo-Tram!)

6.      Variante Schifflände: Schienen-Mittellage mit Traminseln und/oder Gegengleis im unteren Blumenrain.

B. Betriebliche Massnahmen.

7.      Innenstadt: Dauerhafte Entlastung (minus 2½ Tramlinien) mittels u.a. Durchbindung von Tram 15/16.

8.      Neue Linienführung: Bruderholz (16) – Barfi/Kohlenberg – Lyss - Petersgraben – Blumenrain – Schifflände – Messeplatz (15) - Bruderholz und Gegenrichtung.

9.      Fahrpersonal: Genügend Zeitausgleich aufgrund wegfallenden Endaufenthalts in der Spiegelgasse.

C. Planerische Massnahmen.

10.   Die Lösungen sollen einfach und pragmatisch sein; von aufwändigen Superlösungen ist abzusehen.

D. Staatsvertragliche Massnahmen.

11.   Faire und partnerschaftliche Verhandlungen mit den BLT im Hinblick auf eine Führung von Tram 17 via Wettsteinbrücke oder verknüpft mit Tram E11 nach Reinach-Süd und Gegenrichtung.

 

Beat Leuthardt (BastA! / Grünes Bündnis)

Joël Thüring (SVP); Mustafa Atici (SP), Peter Bochsler (FDP), Erich Bucher (FDP), Raphael Fuhrer (Grüne / Grünes Bündnis), Balz Herter (CVP), Michael Koechlin (LDP), Steffi Luethi-Brüderli (SP), David Wuest-Rudin (GLP), Michael Wüthrich (Grüne / Grünes Bündnis)